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Bildungsprojekt in Bayern und NRW

zusammen mit dem Verein “Unsere Zukunft in die Hand nehmen” ist ein spannendes Bildungsprojekt entstanden.

Schulische Misserfolge liegen weniger an der Intelligenz als vielmehr an der Einstellung.

Das attraktiv verpackte „Umdenken“ findet in Gruppen mit max. 24 Schülern statt. In jeder Einheit, die zwei Schulstunden dauert, bauen die Schüler Vorurteile bezüglich der eigenen Person ab und fangen an, konstruktiv von sich, ihren Chancen und ihrer Zukunft zu denken und diese proaktiv in die Hand zu nehmen.

Mit der Ceus® Methode wird der Knoten blockierenden Denkens entwirrt. Durch gezieltes „Umdenken“ werden lähmende Einstellungen wie „Ich hab keine Lust mehr auf Schule“, „Ich hasse Mathe?“, „Die Anderen sind eh schlauer als ich.“ und die daraus resultierende vermeintliche Gleichgültigkeit beseitigt

Ziel des Projektes ist, dass motivierte, selbstbestimmte Jugendliche die Schule erfolgreich abschließen, aktiv das Erwerbsleben beginnen und sich darin engagiert einbringen.

 

Erziehungsstile

Antiautoritäre Erziehung: Negatives überwiegt

Ende der 60er Jahre machten sich die Reformpädagogen für den antiautoritären Erziehungsstil stark. Grundlage ihrer Überzeugung war ein positives Menschenbild, nach welchem Kinder ohne Anleitung zu freien und selbstbestimmten Individuuen heranwachsen. Der Erziehungsstil sollte ein Gegenkonzept zum autoritären Stil sein. Bald zeigten sich aber auch negative Folgen.

Positives Menschenbild
Antiautoritärer Erziehungsstil setzt ein positives Menschenbild voraus. Es wird dem Menschen zugetraut, dass er ohne Anleitung und nur durch das Miteinander zu einem freien, selbstbewussten und verantwortungsvollen Mitglied der Gesellschaft wird. Fleiß, Achtung vor Mitmenschen und Ordnungsliebe würden sich schon von alleine einstellen, so die Überzeugung der Reformpädagogen. Die dafür notwendigen Impulse sollten nicht von den Erwachsenen ausgehen, sondern sich durch Miteinander zwischen den Kindern selbst einstellen. Die Anhänger des Stils gründeten Kinderläden, in denen die Kinder sich selbst überlassen waren. Sie sollten ohne äußere Einmischung heranwachsen. Doch das Experiment der Pädagogen hatte überwiegend negative Folgen.

Negative Folgen überwiegten
Laut bambiona.de war der Erziehungsstil eine Gegenantwort auf den autoritären Stil, der noch in den 60er Jahren Repressalien und körperliche Züchtigungen als Erziehungsmittel befürwortete. Aufgrund des antiautoritären Erziehungsstils ist man von dieser Methodik abgewichen und es setzte sich ein gesellschaftlicher Konsens durch, der die Rechte von Kindern schützt. Das Ergebnis des Erziehungsstils war indessen weniger positiv. So kam es in der Folge zu gegenseitigem Mobbing, höhere Bildungsabschlüsse konnten nur selten erzielt werden, eine generelle Orientierungslosigkeit machte sich unter den Kindern breit. Da das Lustprinzip als Motivationsgrundlage reichen sollte, hatten die Kinder Probleme sich auf die Schule oder den Berufsalltag vorzubereiten. Sie hatten kaum Interesse am Lernen.

Als Folge zeigte sich, dass Anleitung und Führung wichtige Grundprinzipien sind, die in keiner Erziehung fehlen sollten, und denen man sich als Eltern auch stellen soll. Kinder und vor allem Jugendliche brauchen dieses Austesten und die Reibung mit den Erwachsenen um selbst herauszufinden, was geht und was nicht geht. Und gerade dieser Verantwortung müssen wir uns als Eltern stellen – unbedingt!